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Marion-Samuel-Preis 2026 geht an Susanne Siegert
▪ Tag: Montag, 11. Mai 2026
▪ Zeit: 19 Uhr ▪ Ort: Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“, Karl-Nolan-Straße 2
▪ Preisverleihung mit Oberbürgermeister Dr. Florian Freund
▪ Anmeldung bis Mittwoch, 6. Mai an veranstaltungen.d3@augsburg.de
Unter der Schirmherrschaft der Stadt Augsburg verleiht die Stiftung Erinnerung den mit 25.000 Euro dotierten Marion-Samuel-Preis 2026 an die Content Creatorin und Journalistin Susanne Siegert. Die Verleihung für geladene Gäste findet am Montag, 11. Mai, um 19 Uhr im Erinnerungs- und Lernort „Halle 116“ statt. Neben Grußworten von Oberbürgermeister und Schirmherr Dr. Florian Freund sowie Jörn Seinsch, Vorstand der Stiftung Erinnerung, wird die Preisträgerin in einem moderierten Podiumsgespräch von Prof. Dr. Christian Kuchler von der Universität Augsburg vorgestellt. Die musikalische Begleitung übernimmt das Duo „Text will Töne“ mit Karla Andrä und Joseph Holzhauser.
Auszeichnung für zeitgemäßen und lebendigen Erinnerungskultur
Mit dem Preis ehrt die Stiftung Erinnerung den Beitrag von Susanne Siegert zu einer zeitgemäßen und lebendigen Erinnerungskultur, die sich insbesondere an die jüngere Generation richtet. In ihren Kurzvideos auf Instagram und TikTok konfrontiert sie die Social Media-Community mit deutscher NS-Geschichte und erreicht mit ihrem Profil-Motto „was du in der Schule NICHT über Nazi Verbrechen lernst“ hunderttausende Personen. Neugierig, emphatisch und zugleich schonungslos – Susanne Siegert deckt auf, erforscht, und stellt dabei die Frage, was Erinnerungskultur heute ausmacht. In einer Zeit, in der die Erinnerung an die deutsche NS-Geschichte zu verblassen droht, steuert die Autorin und Aktivistin dagegen: Weg von Ritualen und dem distanzierten Blick von außen, hin zum Konkreten und der eigenen Geschichte.
Der Marion-Samuel-Preis
Seit 1999 verleiht die Stiftung Erinnerung den Marion-Samuel-Preis an Personen, die sich um Erinnerungsarbeit verdient machen und dazu beitragen, dass Verbrechen wie in der Zeit des Nationalsozialismus nie wieder geschehen. Der Preis wurde bisher unter anderem an den Historiker Götz Aly, den Filmemacher Michael Verhoeven und den Musiker Wolf Biermann vergeben. Marion Samuel war ein elfjähriges deutsch-jüdisches Mädchen, das 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Bei der Namensgebung des Preises stand Marions Name stellvertretend für die vielen unbekannten Kinder, die während der Shoah getötet wurden. Durch die Recherchen des Preisträgers von 2003, Götz Aly, und dessen Biografie „Eine von so vielen“ bekam Marion Samuel im Jahr 2004 ihr Gesicht und ihre Geschichte zurück. 2005 übernahm die Stadt Augsburg die Schirmherrschaft.
Erweiterung des Erinnerungs- und Lernortes
Mit der Preisverleihung wird zugleich die vierte Schotte des Erinnerungs- und Lernortes „Halle 116“ eröffnet, die künftig für Vorträge und Wechselausstellungen neben der Dauerausstellung genutzt werden soll.
Foto: Ina Lebedjew






