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Augsburgs Wandel in Fotodokumenten
▪ Sonderausstellung vom 13. Mai bis 5. Juni
▪ Ausstellungseröffnung am Dienstag, 12. Mai, 18:30 Uhr
▪ Eintritt frei
Ob Umbau des Königsplatzes, Neubau der Universität und des Klinikums, Eröffnung von Hotelturm und Kongresshalle, Ausweitung der Fußgängerzone oder Bau der Olympia-Kanustrecke – der markante bauliche Wandel der 1970er Jahre zeichnet sich noch heute deutlich im Erscheinungsbild der Stadt ab. Augsburg befand sich sichtbar im Umbruch. Stadtentwicklung, Verkehrsplanung und großmaßstäbliche Bauvorhaben griffen nachhaltig in das gewachsene Stadtgefüge ein und folgten neuen städtebaulichen Leitgedanken. Das Stadtarchiv Augsburg begibt sich dazu auf Spurensuche und veröffentlicht in der Sonderausstellung „Augsburgs Wandel in Fotodokumenten“ beeindruckende Bilddokumente des bekannten AZ-Pressefotografen Fred Schöllhorn. Die bislang zum Termin unveröffentlichten Aufnahmen eröffnen einen außergewöhnlichen Blick auf das Augsburg der 1970er Jahre und ordnen diese in den historischen Kontext ein. Die Ausstellung lädt dazu ein, eine markante Umbruchsphase neu zu betrachten, deren Spuren bis heute im Stadtbild ablesbar sind.
Bildberichte als ungestellte Zeugnisse des Augenblicks
Als Pressefotograf und Bildredakteur der „Augsburger Allgemeinen“ begleitete Fred Schöllhorn diese Entwicklungen seit dem Ende der 1960er Jahre in Form von tagesaktueller Reportagefotografie mit der Kamera. Seine Aufnahmen liefern Bildberichte über gesellschaftliche Belange der damaligen Zeit und sind authentische, ungestellte Zeugnisse des Augenblicks. Aus tausenden so entstandenen Momentaufnahmen trifft die Ausstellung eine Auswahl und beschreibt damit die Dynamik einer Stadt im Wandel. Über ihre dokumentarische Funktion hinaus zeichnen sich Schöllhorns Bilder durch eine besondere Ausdruckskraft aus. Sie verbinden journalistische Genauigkeit mit einem ausgeprägten Gespür für das Wesentliche des Augenblicks.
Fred Schöllhorn: Fotoreporter mit Leib und Seele
Der Name Fred Schöllhorn ist in Augsburg kein unbekannter. Als Sohn eines Journalisten wuchs Schöllhorn im Augsburg der Nachkriegszeit auf. Der Beruf des Vaters ließ ihn früh mit der Pressearbeit in Kontakt kommen, wobei sein Interesse mehr der Fotoreportage galt. Nach seiner Ausbildung zum Fotografen und einem Redakteursvolontariat begann Schöllhorn am 1.1.1969 seine berufliche Tätigkeit als Bildredakteur bei der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“, wo er 46 Jahre lang blieb. Er baute dort eine eigene Abteilung – die Bildredaktion – auf und begründete damit eine Vorreiterrolle Augsburgs in Deutschland. Für ein Foto, das Bundespräsident Gustav Heinemann bei seinem Besuch 1973 Augsburg in dem Moment zeigt, als er in der Kongresshalle niedergeschlagen wurde, erhielt Fred Schöllhorn 1974 den World Press Photo Award, die weltweit renommierteste Auszeichnung für Fotojournalismus und dokumentarische Fotografie.
Ort: Stadtarchiv Augsburg (Zur Kammgarnspinnerei 11)






