Wohin die Royse geht...

Okay, vielleicht hat nicht ganz Augsburg sehnsüchtig darauf gewartet, aber innerhalb der Szene wird die Liste sicherlich für Gesprächsstoff sorgen: Rund drei Wochen vor der Preisverleihung stehen die Nominierten für den ersten Augsburger Poppreis Roy fest:

In der Kategorie Künstler des Jahres soll laut Ankündigung "der/die innovativste, aufregendste Augsburger KünstlerIn des Jahres" ausgezeichnet werden. Unter anderem orientierte sich die Jury "am Stand der Produktion der Nominierten, an der Anzahl und Qualität ihrer Auftritte, ihrer Bedeutung für Augsburg und ihrer Professionalität". Im Rennen sind: der DJ und Veranstalter Daniel Bortz, Singer-Songwriter Bruno Tenschert alias Der Herr Polaris sowie Augsburgs Brechtband Misuk. Preisgeld: 1000 Euro.

Die Nominierten in der Kategorie Newcomer/Nachwuchs, die nicht ausschließlich für Jugendliche und schon gar nicht nur für Musik-Acts reserviert ist, dürfen auf 500 Euro hoffen. Es sind dies: die Künstlergruppe Bluespots Productions um Petra Leonie Pichler, die Grafikerin Nontira Kigle, die gerne auch zur Ukulele greift, und das Projekt Rap For Peace.

Ebenfalls über 500 Euro darf sich der Programmmacher des Jahres freuen, nominiert werden konnten Kuratoren, Veranstalter und Festivalmacher. Es treten an: die Kellerkonzerte von David Jahnke und Jonas Hermes, der von Alumni und Studierenden der Hochschule Augsburg gegründete Verein Orangerie e.V. sowie Altmeister Horst Thieme für seinen Poetry Slam "Lauschangriff".

Nicht dotiert ist der Preis für den Club des Jahres, bei dem "Breite des Angebots, Anzahl der Veranstaltungen, Förderung regionaler Bands und auch der Anteil überregionaler Bands im Programm" ausschlaggebend waren. Vorgeschlagen sind Fabrik Unique in der Ballonfabrik, der Programmkeller Hempels im Annapam sowie die allseits bekannte Kantine im Kulturpark West

Die Preisträger bleiben bis zuletzt geheim, die Nominierten erhalten eine Einladung zur Roy-Verleihung, die am Donnerstag, 31. Mai, im Kongress am Park den Auftakt zum diesjährigen Modular bildet. Hier wird dann auch der Gewinner der Kategorie "Lebenswerk / Herausragende Leistungen" bekanntgegeben. Karten dafür und die anschließende Veranstaltung "Puppet On A String 2.0" gibt's für sieben Euro bei den Filialen der Bäckerei Wolf, die übrigens auch die Preisgelder zur Verfügung stellt.

Die Jury 2012 setzte sich zusammen aus: Kulturreferent Peter Grab, Modular-Festivalleiter Stefan Sieber, Miriam Zissler (AZ), Stefan Hartmann (Uni Augsburg), Martin Schmeißer (Musicmate), Pianist und Echo-Preisträger Tim Allhoff, Peter Bommas (Kulturpark West, Junges Theater), Musiker und Ostwerk-Booker Markus Mehr, Annette Voss vom Stadtjugendring sowie Neue-Szene-Chefredakteur Walter Sianos. Jedes Jurymitglied hatte ein Vorschlagsrecht pro Kategorie, in die Entscheidung über den "Künstler des Jahres" ist auch das Online-Voting auf unserer Homepage mit eingeflossen.

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