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Auf verlorenem Posten
Vortragsreihe von apl. Prof. Dr. Thomas Meyer, Gastprofessor für Jüdische Kulturgeschichte an der Universität Augsburg im Sommersemester 2026
Der am 26. März 1893 gegründete „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ (CV) gehörte zu den wichtigsten jüdischen Verbänden in der Weimarer Republik. Die Widerstandspolitik des CV wird der letzte Vortrag auch einen Blick auf die politischen Ausdifferenzierungen des deutschen Judentums vor der sogenannten „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 werfen.
Seit bald zehn Jahren besteht die Gastprofessur für Jüdische Kulturgeschichte an der Universität Augsburg. Sie erweitert das kulturgeschichtliche Spektrum der Universität um Aspekte jüdischen Lebens und jüdischer Kultur.
2026 hält apl. Prof. Dr. Thomas Meyer von der Ludwig-Maximilians-Universität München die Professur. Seine Schwerpunkte sind Ideengeschichte und jüdische Philosophie des 19./20. Jahrhunderts sowie Kulturphilosophie. Sein Forschungsthema in Augsburg ist auch das Thema der Vortragsreihe: „Deutsches Judentum in der Weimarer Republik. Erwartungen, Diskussionen, Verteidigung der Republik“. Die drei öffentlichen Vorträge setzen sich mit der Gründung, der Etablierung und dem Ende der Weimarer Republik auseinander.
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Jüdisches Museum Augsburg Schwaben
Jüdisches Museum Augsburg Schwaben
Halderstraße 6 – 8
86150 Augsburg
Deutschland
Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben wurde 1985 in der eindrucksvollen Augsburger Synagoge eingerichtet. Es versteht sich als historisches Museum, das aus der jüdischen Geschichte in Bayerisch-Schwaben heraus Bezüge zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Fragen herstellt. Es ist ein Ort, an dem Aspekte von Migration, Integration, Heimat und Kultur aus der Perspektive einer Minderheit diskutiert werden. Und es ist ein Ort, an dem gezeigt wird, dass Vielfalt weder Bedrohung noch Bereicherung, sondern Normalität ist.






