Römer am Elfmeterpunkt

Was hat der FCA mit Augusta Vindelicum zu tun?

Ab 17. Dezember 2025 im Römerlager im Zeughaus, Mo-Fr. 7:30h - 16:30h.

Wo heute das Augsburger Fußballstadion steht, befand sich in antiker Zeit eine römische Siedlung. Beim Bau der Arena von 2002 bis 2008 kamen zahlreiche Funde ans Licht, die von Wohlstand und einer vernetzten Welt zeugen. Diese sind nun in einer kleinen Ausstellung im Römerlager im Zeughaus zu sehen. Präsentiert werden zahlreiche Funde, die von Schmuck über bunte Glasgefäße bis hin zu Wein- und Fischsaucen-Amphoren aus Rhodos und Spanien reichen. Die römische DNA Augsburgs spiegelt sich auch im Profil des FCA. Er ist der einzige Bundesligaverein, der mit seinem römischen Steindenkmal im Wappen (Pinienzapfen) bewusst Bezug auf die römische Vergangenheit nimmt. Ergänzend zu den antiken Objekten der Ausgrabung an der Arena zeigt die Ausstellung deshalb auch die aktuelle Römer-Rezeption des FCA.

Siedlung aus dem frühen 1. Jahrhundert entdeckt
Vor dem Neubau des Fußballstadions führte die Stadtarchäologie großflächige Ausgrabungen durch. Dabei konnten Überreste einer römischen Siedlung, mit mehreren Gebäuden, Straßen und Gewerbeanlagen (z.B. Öfen) freigelegt werden. Die überwiegend aus Holz errichteten Gebäude entstanden im frühen 1. Jahrhundert. In der Siedlung und auf den umliegenden Feldern wurden landwirtschaftliche Güter erzeugt, die zur Versorgung des Augsburger Militärlagers dienten. Daneben konnte über Ofenbestandteile und Schlacken Metallverarbeitung nachgewiesen werden. An einem nahen Bestattungsplatz wurden die Verstorbenen begraben. Zerstörungen in der 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts zeugen von der Aufgabe der nur wenige Jahrzehnte bestehenden Siedlung.

Brauchwasser-Kanal 2024 ausgegraben
Ausgrabungen im Jahr 2024 brachten zu Tage, dass direkt an der Arena ein 40 Kilometer langer Brauchwasserkanal vorbeiführte. Dieser wurde im frühen 1. Jahrhundert als offener ca. 10 Meter breiter und drei Meter tiefer Kanal erbaut und bis ins 5. Jahrhundert genutzt. Mit 3 Promille Gefälle führte der noch 3,20 Meter tief erhaltene Wasserkanal 1.000 Liter pro Sekunde aus der Singold über die Hochterrasse bis ins Domviertel. Dieses Brauchwasser wurde benötigt als Antriebsenergie für Getreidemühlen und viele andere Zwecke. Trinkwasser bezog man damals aus den Brunnen im Stadtgebiet. Nicht zuletzt diente die Anlage dem Fischfang. Aufgrund der offenen Bauweise war das Wasser nicht vor Verunreinigung geschützt, so dass einige Funde wie Schmuck, Münzen oder Keramik aus dem Schlamm des Kanals geborgen werden konnten. Heute befinden sich die Reste des Kanals unter dem Parkplatz.

Termin:

09.02.2026

Beginn:

07:30

Anfahrt Zeughaus
Adresse:
Zeughaus Begegnungszentrum
Zeugplatz 4
86150 Augsburg
Deutschland