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Augsburg reist nach Rom!

Drei besondere Grabreliefs von Augusta Vindelicum werden für eine Ausstellung in Rom verliehen

Grabreliefs reisen von Augusta Vindelicum in die ewige Stadt
Drei besondere Stücke aus dem Bestand des Römischen Museums Augsburg gehen im September auf Reisen: Die hochrangigen römischen Grabreliefs aus Augusta Vindelicum, etwa 1800 Jahre alt, werden in einer Sonderausstellung in Rom präsentiert.

Die Ausstellung „NEGOTIVM. Il Business dell’Impero Romano“ wird vom Museo delle Civiltà erstellt, das direkt dem Ministero della Cultura unterstellt ist. Laut Leihanfrage wird die Schau in Rom von Oktober 2026 bis Januar 2027 im Museo delle Civiltà im Stadtteil EUR und im Castel Sant’Angelo (Engelsburg) gezeigt.

Voraussichtlich sind 500 Exponate aus italienischen und internationalen Museen zu sehen. Themenschwerpunkt der Ausstellung ist der Handel im Römischen Reich, seine Entwicklung, die wichtigsten Handelsgüter sowie der Fernhandel mit dem Fernen Osten und Nordeuropa.

Grabreliefs zeigen Szenen aus Wein- und Textilhandel
Die aufgrund ihrer detaillierten und sehr lebendigen Darstellungen angefragten Exponate, sind drei Augsburger Grabreliefs mit Szenen aus dem Wein- und Textilhandel. Sie wurden um 200 n. Chr. angefertigt und waren ursprünglich an den Grabmonumenten römischer Händlerfamilien angebracht. Solche Alltagsdarstellungen sind im Römischen Reich selten, nur im Osten Galliens (Burgund, Lothringen, Moselraum) kommen sie häufiger vor. Die Augsburger Objekte bestechen jedoch durch Detailreichtum und sie sind gut erhalten.

Bekanntes Relief des Ochsenkarrens
Ein vielen bekanntes Relief zeigt einen Lastkarren, der mit zwei großen Weinfässern beladen ist und von einem Ochsengespann gezogen wird. Der Kutscher trägt einen Kapuzenmantel und wird begleitet von einem Hund, der hechelnd auf den Fässern sitzt. Das Steindenkmal wurde 1990 bei Ausgrabungen in der Heilig-Kreuz-Straße entdeckt und ist derzeit im Original im Römerlager im Zeughaus ausgestellt. Mehrere Abgüsse stehen aber auch im Stadtgebiet, zum Beispiel am Milchberg.

Stein zeigt Verschnürung von Textilballen
Ein 1913 in der Müllerstraße gefundener Steinblock zeigt im Relief sehr anschaulich die Verschnürung eines großen Textilballens für den Transport. Vier Arbeiter ziehen mit Stangen und erheblichem körperlichen Einsatz die Verschnürung um den Ballen fest. Ein Schreiber beobachtet die Szene und hält wichtige Daten für die Buchhaltung fest. Auch dieses Original ist derzeit Teil der Ausstellung im Römerlager im Zeughaus.

Szenen aus einer Weinhandlung
Das dritte Steindenkmal kam 1973 bei Baggerarbeiten im Vorderen Lech zutage. Auf der Inschrift ist „Pompeianius Silvinus“ genannt, der das Monument für seinen mit dreißig Jahren verstorbenen Bruder und für sich zu Lebzeiten aufstellte. Auf den Seitenflächen sind Szenen aus der Weinhandlung dargestellt. Links sieht man den Verkaufsraum mit Tresen und Regalen, in denen Amphoren, Fässer und kleinere Krüge stehen. Das rechte Seitenrelief zeigt eine Szene aus dem Büro: Zwei Männer sitzen an einem Tisch, auf dem eine größere Menge Münzen zu erkennen sind. Eine Frau steht dabei und rechnet mit ihren Fingern mit. Das Original wiegt über zwei Tonnen und kann deshalb aus statischen Gründen im Zeughaus nur als Abguss gezeigt werden. Das Original ist im Depot der Stadtarchäologie untergebracht.

Foto: Martin Augsburger

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